Ein Wochenende in Berlin

Für mich ging es am Freitag, den 28. April für ein Wochenende nach Berlin – alleine. Grund hierfür war, dass ich am Freitagnachmittag einen Geschäftstermin hatte und es dadurch schwierig wurde Freunde oder Familie mitzunehmen. Da ich bisher noch niemanden in Berlin kenne, habe ich das Erkunden der Stadt selbst in die Hand genommen.

Vor dem Städtetrip stand noch die Auswahl des Hotels an – eine Wissenschaft für sich. Da ich als alleinreisende Frau nicht gerade mitten in den Kiez wollte, habe ich ein sicheres und ruhiges Hotel, das zentral gelegen ist, gesucht. Gefunden habe ich mein Hotel auf booking.com – hier habe ich das Hotel City Gallery Berlin gefunden und gebucht. Das Zimmer war eigentlich ein Doppelzimmer und durfte ich alleine nutzen – viel Platz und ein Doppelbett ganz für mich alleine: HERRLICH!

Am Samstag ging es für mich von der Güntzelstraße zum Kurfürstendamm. Dort ging es in den ersten H&M am Platz, da ich am Freitagmorgen bei Schnee in München gestartet bin und Freitagnachmittag bei strahlendem Sonnenschein in Berlin fast zerschmolzen wäre. Nachdem eine annehmbare Jacke gefunden war, startete ich von der U-Bahn Haltestelle Kurfürstendamm in Richtung KaDeWe. Auf dem Weg dorthin kommt man unweigerlich an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche und dem davorliegenden Breitscheidplatz vorbei – komisches Gefühl, wenn all die Menschen (vorwiegend Touristen) vorbeilaufen und Fotos machen, wo doch vor ein paar Monaten hier Menschen zu Tode kamen. Und der Platz, der im Fernsehen so weitläufig und groß schien, wirkt auf einmal so beengend.

Um die Gedanken wieder ins Hier und Jetzt zu holen, schlenderte ich ins nebenanliegende Europa-Center, ein Einkaufscenter, das viele tolle Marken und Shops beherbergt und wo man viel Geld lassen kann. Jedoch wollte ich noch in das berühmte Kaufhaus nur wenige Meter weiter: das KaDeWe. Mit mir strömte eine ganze Traube an Touris durch die großen Schwingtüren des Kaufhauses der Superlative. Man merkte, dass die Verkäufer dieses Museums gleiche Gebären gewohnt waren und nicht im Ansatz erwarteten etwas an den Mann bzw. die Frau zu bekommen. Wie ich zu spüren bekam, ist es auch nicht erwünscht in einen der exklusiven Shops hinein zu schauen. Mit einem unguten Gefühl watschelte ich also Richtung Budapesterstr., um von der Bushaltestelle gegenüber vom InterContinental Hotel mit dem 200er Bus am Südufer vom Tiergarten entlang zum Potsdamer Platz zu fahren.

Am Potsdamer Platz ging es zunächst ins Sony Center, ebenfalls ein großes Shopping-Center mit einer großen Fressmeile im Untergeschoss. Von dort aus bot sich der Gang in Richtung Norden am Denkmal für die ermordeten Juden Europas vorbei zum Brandenburger Tor an. Hier steht gleich das berühmte Hotel Adlon – das erste Hotel am Platz. Zunächst traute ich mich nicht so wirklich rein, aber dann dachte ich mir „Was soll’s?“ mehr als hinauswerfen können sie mich ja auch nicht. Fotos machen traute ich mich jedoch doch nicht. Allerdings war ich etwas enttäuscht, da die Lobby von typischen Touristen belagert wurde und mich kein offenes Foyer erwartete sondern eine sehr drückende Decke.

Wieder hinausspaziert, führte mich der Weg zum Reichstag, dorte wurde ich auch etwas enttäuscht, da hier nun strenge Sicherheitsregeln gelten und man nicht mehr direkt ans Gebäude kommt, wie ich es vor ein paar Jahren erlebt habe. Naja…in Zeiten des Terrors ja auch irgendwie verständlich. Vor dem Reichstag ist also nun eine Sicherheitszone eingerichtet und abgesperrt, in die man nur kommt, wenn man durch eine Sicherheitsschleuse geht, in der Taschen kontrolliert werden. Da diese Schleuse natürlich nicht unbegrenzte Kapazität hat, muss man sich nun auf der gegenüberliegenden Straßenseite in einem Glaspavillion Tickets sichern – diese sind zwar kostenlos, aber das Kontingent ist täglich begrenzt.

Müde und abgekämpft hat es mich mit dem Bus zurück zum Kurfürstendamm gezogen, wo ich die restl. H&M Sachen abgeholt habe und von wo aus ich schlussendlich zum Hotel zurück gefahren bin. Für den Abend habe ich es mir mit Sushi von Ishin einer nahegelegenen Berliner Sushi Kette geholt und bin mit knapp 20.000 Schritten auf der Fitbit in einen tiefen Schlaf gefallen.


One thought on “Ein Wochenende in Berlin

  1. Deutschlandjäger Antworten

    Hallo liebe Martina,

    vielen Dank für den Hoteltipp und die Sushi-Empfehlung. Ehrlicherweise bin ich gar nicht sooo der Rohfisch-Fan, aber da ich nächste Woche in Berlin bin, werde ich mir das mal gönnen. Allerdings bezweifle ich, dass ich auf die 20.000 Schritte komme, ich begnüge mich mit der Hälfte. 🙂

    LG,
    Jan

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