Kopfschmerzen & Loch Ness

Nachdem ich ja Montag, den 27.07. frei hatte, musste ich mich den Freitag in der selben Woche krankmelden. Der Freitagmorgen begann mit höllischen Kopfschmerzen und Schwindel. Also wieder zurück ins Bett und eine E-Mail an die Kollegen. Der ganze Tag war ein Bett-Tag und wurde erst nach der ersten Schmerztablette gegen Mittag besser.

Loch Ness & Highlands
Loch Ness & Highlands

Mir grauste es schon vor dem nächsten Tag. Samstag. Der Trip in die Highlands und im Besonderen: zum Loch Ness. Hilft nix. Der Trip ist gebucht – also 6 Uhr aufstehen und los. Treffpunkt war um 7.45 Uhr am Waterloo Place in Edinburgh. Der Sprinter war wieder bis auf einen Platz besetzt. Dieses Mal ein etwas jüngeres Publikum. Eine spanische Familie mit einer Tochter (etwas jünger als ich), eine Mutter mit Tochter (etwas jünger als ich) und eine Mutter mit Sohn (etwa so alt wie ich) sowie ein indisches und ein asiatisches Pärchen. Achja, und ich.

Deanston Distillery
Deanston Distillery

Als erstes ging es zur Deanston Distillery. Der Marketing-Coup ist der Distillery wirklich gut gelungen. Man wird hinein geschleust. Bekommt kurz ein paar Braukessel zu sehen und darf gleich wieder in den Shop. Ok. Angelagert an den Shop ist noch ein nettes, kleines Cafe und Toiletten. Praktisch. Aber den Abstecher hätte man sich sparen können.

Nessie - Fort Augustus
Nessie – Fort Augustus

Weiter ging es in Richtung Loch Ness. Wir hielten an einigen verschiedenen Aussichtspunkten auf dem Weg, aber es war meistens nur ein kurzer Stop, da es wie aus Kübeln schüttete. Ich hatte den ganzen Vormittag über Kopfschmerzen und traute mich erst gegen Mittag, als ich endlich etwas zu Essen hinunter würgte, eine Dolormin Schmerztablette zu nehmen. Am Loch Ness angekommen, klarte es wieder auf. Das Wetter war fast schon sommerlich. Wir hatten fast zwei Stunden Zeit in Fort Augustus. Da ich aufgrund meiner Kopfschmerzen wenig Lust hatte auf ein schwankendes Boot zu steigen, ging es für mich einmal durch das kleine Örtchen und anschließend in einen Pub. Dort setzte ich mich ans Fenster und Trank meinen Tee. Der Tee weckte alle Geister in mir. Der war so stark, dass es mir nachmittags auf der Rückfahrt nach Edinburgh schlagartig besser ging.

Man merkt, ich halte mich kurz. Der Trip war jetzt nicht mein Highlight. Am Sonntag ging es für mich ins Spa. Da konnte ich zwei Stunden lang einfach mal die Seele baumeln lassen und musste mich um nichts kümmern. Überhaupt war der Sonntag ein langweiliger Tag – ganz nach meinem Geschmack.

Nachdem ich den Montag und Dreiviertel des Dienstags überstanden hatte, holten mich meine Kopfschmerzen wieder ein. Sie waren die Tage über zwar nie wirklich weg, aber Dienstagnachmittag wurden sie dann richtig schlimm. Ich wurde jemandem im Büro vorgstellt und stand von meinem Platz relativ schnell auf, da merkte ich, wie mir wahnsinnig heiß im Kopf wurde und sich alles zu drehen begann. Ich fragte um halb vier, ob ich frühzeitig gehen darf und legte mich zuhause ins Bett und schlief. Leider sind meine Kopfschmerzen auch am nächsten Tag (heute Mittwoch) noch genauso stark. Nun lieg ich immernoch im Bett und trinke Wasser und Wasser und Wasser. Außerdem hab ich mir die tollen Berocca wieder eingeworfen und weil es gar nicht mehr auszuhalten war: Aspirin. Ich war kurz davor in die Arbeit zu gehen, da mein Zimmer ja genau ein Fenster hat, das auf die Hauptstrasse hinausblickt und es fürchterlich laut ist (selbst wenn das Fenster geschlossen ist). Aber der Schwindel hielt mich ab. Mir war nicht ganz wohl bei dem Gedanken aufzustehen und in der Arbeit vor den Augen meiner Kollegen zusammen zu klappen. Das wäre die Spitze der Peinlichkeit und somit schrieb ich doch eine Krankmeldung.


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