Das Einleben in Edinburgh

Mein Wochenende verlief sehr ruhig. Ich bin auch ehrlich gesagt leicht erschöpft. Studieren, Reisen und Arbeiten geht auch an mir nicht spurlos vorbei. Noch dazu wenn man zuhause eine bezaubernde kleine Nichte hat, die nur die Oma zum Planschen im Planschbecken  hat. Auch die vielen Whatsapp-Nachrichten mit „Sei froh, dass du nicht hier bist. Hier ist es ja sooo heiß.“ sind nicht motivationsfördernd. Im 15° Celsius kalten Edinburgh. An der Küste. Mit viel Wind. Und Regen.

Blick aus meinem Fenster. Abends. Halb 10.
Blick aus meinem Fenster. Abends. Halb 10.

Whatever. Wie würde meine Mama jetzt sagen: „Du wolltest es ja nicht anders!“. Also hatte ich sowohl Samstag als auch Sonntag einen „Ausschlaf-Vormittag“ und bin jeweils erst mittags in den Tag gestartet. Zum einen weil ich faul war und zum anderen weil es geregnet hat. Am Samstag hab ich mich aufgemacht und nachmittags (als extra für mich die Sonnen endlich schien) im ASDA Supermarkt meines Vertrauens einen Wäscheständer gekauft. Außerdem hab ich mich ein bisschen in den Regalen verloren. Ich hab rumgestöbert und gelesen. Ich muss das nächste Mal ein Foto machen. Ich liebe diese Supermärkte. Was es da alles gibt. Großes & Kleines. Ganzes & Geschnippeltes. Fleischiges & Vegetarisches. Einfach alles…

Die erste Post
Die erste Post

Außerdem hab ich meine erste Post bekommen. Von der Bank. Ich hab nun offiziel eine Bankkarte der Bank of Scotland und die dazupassende Geheimnummer (die ich mir noch nicht merken kann).

Die Great Britannia von Außen
Die Great Britannia von Außen

Am Sonntag (ebenfalls erst nachmittags) hab ich mich auf den Weg zum Ocean Terminal gemacht. Einem angeblich riesigem Shopping-Center direkt am Hafen von Leith und nur einen 5 Minuten Fußmarsch von meinem Zimmerchen entfernt. Sooo groß fand ich das Shopping-Center jetzt gar nicht. Was aber cool ist: Die Great Britannia liegt hier Hafen. Und der Zugang ist nur über das Shopping Center möglich. Sind ja nicht doof, die Schotten. Den Versuchungen des Shopping-Centers konnte ich Größtenteils widerstehen und als ich den Eintrittspreis gesehen hab, wäre mir beinah die Kinnlade runtergefallen. Da könnte mir selbst die Queen kein Ticket verkaufen.

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Ocean Terminal in Edinburgh

Am Sonntagabend hat mich Harris gefragt, ob ich mit ihm Essen gehen möchte. Ich, freundlich wie ich bin, hab natürlich ja gesagt. Wir haben uns eigentlich ganz gut verstanden. Allerdings hat sich wieder einmal abgezeichnet, dass er ein sehr grünschnäbliger Naseweis ist. Außerdem zeichnet sich das auch an seinem allgemeinen Verhalten ab. Ich geh morgens zur Arbeit – er sitzt vor der Konsole und zockt Science-Fiction-Spiele. Ich komm mittags kurz rein – er sitzt vor der Konsole und zockt Science-Fiction-Spiele. Ich komm abends heim – er sitzt vor der Konsole und zockt Science-Fiction-Spiele. Ich geh schlafen – er sitzt vor der Konsole und zockt Science-Fiction-Spiele. Es zeichnet sich ab: Mein Leben scheint doch normaler zu sein, als so manches anders.

Außerdem ist der Flug gebucht. Am 24. Juli geht es für ein Wochenende nach London, um Ramona zu besuchen. Außerdem kommen Chrissi und Marcel noch hin. Freu mich schon endlich wieder vertraute Gesichter zu sehen und mal wieder Deutsch zu sprechen.


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