Die erste Arbeitswoche

Da ich Montag frei hatte und von meinem ersten Arbeitstag bereits erzählt habe, fange ich bei meinem zweiten Arbeitstag an. Der Tag fing relativ entspannt an, mit viel Krimskrams der zu tun war. Um 11 Uhr (also 12 Uhr Deutscher Zeit – Zeitzonen usw.) hatten wir dann einen Workshop „Technical SEO with Scott“. Das war wirklich interessant für mich, als auf einmal eine Account Managerin an der Seite geräuschvoll zur Seite, auf die Schulter einer anderen, kippt und komisch zu zucken begann. Es war mucksmäuschenstill in dem Raum. Ein paar reagierten blitzschnell und legten sie auf das Sideboard auf dem sie saß. Wir auf der anderen Seite des Meeting-Raums schnellten nur hoch und blieben wie angewurzelt stehen. Auf einmal kam Bewegung in die anderen und jemand öffnete schwungvoll die Tür und schoss hinaus, um Wasser zu holen und frische Luft in den Meeting-Raum zu lassen. Nachdem man die Arme zu dritt hinausgebracht hatte, ging es weiter. Das war vielleicht ein Schrecken.

Teuchters Pub
Teuchters Pub

Nachmittags war eine Dame einer Agentur zu Gast, die unter anderem den Trickfilm „Wallace and Gromit“ produzierten und präsentierte weitere Machenschaften der Agentur. Sie hatte auch die Orginalfiguren aus dem Film dabei. Die Schlange war zu lang, um Fotos zu machen, deshalb bin ich realtiv schnell wieder in mein Büro gegangen.

Der Donnerstag war der erste Tag an dem ich mit einigen meiner Arbeitskollegen zusammen mittags Essen war. Wir holten uns kurz im Supermarkt, gegenüber von meiner Wohnung, schnell einen kleinen Snack zu essen und setzten uns an den Leith River, der sich von der Küste, wo unser Office ist, bis in die Innenstadt schlängelt.

Teuchters Pub
Teuchters Pub

Der Freitag war eigentlich der aufregendste Tag und hat mir endlich das Gefühl gegeben, angekommen zu sein. Schon morgens lag etwas in der Luft, als ich reinkam begrüßte mich Ashley an der Rezeption mit einem freundlichen „Good morning“ und wies darauf hin, dass im großen Meeting-Raum Frühstück bereitsteht (wie jeden Freitag). Ich hatte allerdings schon gefrühstückt. Nächsten Freitag weiß ich es besser. Um kurz vor 1 Uhr steht auf einmal Tom neben mir und meint, dass alle heute Mittag zusammen Essen gehen und ob ich mitkommen möchte. Ok. Wir gingen zu einem kleinen süßen Pub, der ebenfalls direkt am Leith River liegt. Im Beisein meiner Kollegen konnte ich nicht wirklich den Touri raushängen lassen und keine Fotos machen, aber wenn das nächste Mal schön Wetter ist (Samstag. Es regnet aktuell.), geh ich da nochmal vorbei und mach Fotos.

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Teuchters Pub
Teuchters Pub

Wir saßen da also und machten 1,5 bis fast 2 Stunden Mittagspause und ich lauschte den Plaudereien und Witzen der Kollegen. Nachmittags hatte ich gut etwas zu tun. Vor allem mit Übersetzungen. Was aber ok ist, da ich für so gut wie jeden Bereich übersetze und von den Kollegen dadurch immer eine kleine Einführung in ihren Bereich bekomme. Außerdem lerne ich so die unterschiedlichsten Leute aus allen Abteilungen kennen.

Gegen 16.45 Uhr wurde es wieder unruhig. Es stand das EH6 Meeting an (EH6 ist ein Teil der Postleitzahl des Offices). Das Meeting findet alle zwei Wochen freitags statt und informiert alle 60 Kollegen über Neuerungen und aktuelle Anlässe in der Agentur. Außerdem werden die Neulinge vorgestellt – also auch ich. Tom hatte bereits im Voraus ein paar Fragen gestellt und las nun die Antworten den anderen Kollegen vor. Er macht das relativ witzig. Zu guter Letzt spielen sie noch ein Spiel. Tom hat bei jedem der drei Neulinge eine Antwort ausgelassen und ein Kollege muss erraten zu wem die vorgelesene Antwort gehört. Leith RiverIch hatte angegeben, dass ich aus der selben Stadt wie Bastian Schweinsteiger komme. Eines der anderen beiden Mädels hatte angegeben, dass sie in Spitzenzeit einen Marathon gelaufen ist und die andere, dass sie Angst vor Bananen hat. Tom hatte also ein Bild von Bastian Schweinsteiger ausgedruckt, eine Banane mitgebracht. Der ausgewählten Kollegen, der die Fragen beantworten musste, musste nun Bild und Banane zuordnen und vor die Marathon-Läuferin seine Schuhe legen. Das Bild war relativ schnell zugeordnet und auch die anderen beiden Sachen waren nach kurzer Bedenkzeit gesetzt. Alle applaudierten. Zum Schluss gab es von einem noch eine Gruppenumarmung. Ich weiß bis jetzt noch nicht genau warum. Anscheinend umarmt er so gut?!?! 😀

Gefährliches CiderIch ging zurück ins Büro. Vicky packte ebenfalls gerade ihre Sachen und meinte in meine und Gerrys Richtung, weil wir gerade plauderten, dass sie und ein paar andere noch in den Pub um die Ecke gehen würden und ob wir auch Lust hätten. Gerry meinte, dass wir gleich nachkommen würden. Also schloss ich alle meine Fenster und fuhr meinen PC herunter. Wir gingen in den Pub um die Ecke und trafen die anderen. Es waren nicht viele nur vier Leute. Mit uns dann sechs. Ich bestellte Cider und wurde zunächst von Gerry eingeladen. Als ich noch nicht einmal leer war, stand Euan auf und holte dich nächste Runde. Unter anderem auch für mich. Noch eine Flasche Cider. Als ich nach zwei Flaschen von dem pappsüßem Zeug aufstand, merkte ich, dass da schon ein bisschen Alkohol drin war. Ich verabschiedete mich und war um kurz vor 9 leicht angetrunken in meinem Bett.


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