Wie alles schief ging

Am nächsten Tag machte ich mich auf mit dem Airport Shuttle zum winzigen Flughafen Alice Springs. Gott sei Dank, dass ich keine Bauchschmerzen bzw. kein Übelkeitsgefühl mehr hatte, den der kleine Bus wurde heftigst durchgerüttelt. Ich war nur so unendlich müde, obwohl ich am Tag zuvor wirklich seeehr zeitig ins Bett gegangen bin.

Am Flughafen lief alles wie gewohnt ab. Doch als ich dann im Flugzeug saß und wir bereits in der Luft waren, gings los! Mir wurde schwindelig und alles drehte sich… Ich geriet ins Schwitzen und musste raus! (Eher schlecht bei einem Flugzeug in 9km Höhe…) Deswegen bin ich erst einmal den Mittelgang hinunter gewankt und wollte eigentlich auf die Toilette, doch dahin hab ich es nicht geschafft. Letztendlich bin ich auf dem klappbaren Sitz der Stewardessen glandet, weil alles gar so verschwommen war. Die Stewardessen haben sich rührend um mich gekümmert und mir Eis zum Stirn kühlen und kaltes Wasser zum Trinken gegeben sowie meinen Puls gemessen (der ziemlich niedrig war). Einmal mehr bin ich von den Qantas Stewardessen beeindruckt.

Nachdem ich den Flug nach Melbourne nun etwas dramatisch gestaltet hatte, war es mir zu blöd noch weiter nach Sydney zu fliegen. Ich bat die Stewardessen für mich meine Reise an diesem Punkt zu beenden und mich aus dem Flug nach Sydney zu streichen. Daraufhin verschwand die Stewardes mit meiner Bordkarte und kam nach 15 Minuten wieder mit der Nachricht, dass die Piloten das organisiert hätten… (Da wurde ich ja schon etwas rot…).

In Melbourne angekommen hab ich mir mein Gepäck geschnappt, das auf Nachfrage beim Qantas-Gepäckschalter auf einem gesonderten Förderband heraus kam und bin zum Taxi Stand gelatscht. Dort hab ich die Taxi-Ordnerin gefragt, ob sie ein günstiges Hotel weiß. Sie fragte noch einmal nach, ob ich auch wirklich Hoootel und nicht Hossstel meine. Ich bestand auf ein Hoootel und sie meinte, das Ibis ist ein günstiges Hotel. Der afrikanische Taxifahrer brachte mich mit einem Gruppentaxi in die Stadt und mir ging es wieder schlecht. Auf der Rückbank des Taxis rollte ich mich zusammen. (Der Taxifahrer meinte wohl, dass ich auf Drogen war) Mir war in dem Moment so egal, was er von mir denkt. Ich war soo erschöpft und müde und konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen. Immer wieder wachte ich auf und fragte mich, wo bin ich? Vor dem Taxi angekommen, war ich erleichtert ich schnappte mir meinen Trolley und stapfte in die Lobby.

Als ich an der Rezeption ankam, fragte mich der Rezeptionist, ob ich einchecken wollte. Ich fragte nach einem Einzelzimmer, doch der Mann hinter dem Tresen winkte ab und erklärte mir, dass sie bis auf eine Woche im Voraus ausgebucht seien. Ich stöhnte auf und entschuldigte mich, dass ich mich kurz auf das Sofa setzen müsste, weil es mir gar nicht gut geht. Die Mitarbeiter des Hotels kamen nach 5 Minuten rüber und fragte mich, ob es mir denn gut geht. Ich absolut fertig: „No, not at all“

Nach langem Betteln wurde von der Rezeption des Hotels ein Krankenwagen gerufen und ich wurde ins Royal Hospital Melbourne eingeliefert. (Das erste Mal, dass ich mit Krankenwagen gefahren bin und ich hab fast nichts mitbekommen.) Mit den Einzelheiten meines super tollen Krankenhausaufenthalts möcht ich euch nicht langweilen. Das Ende der Geschichte: Aaron, der Freund von Steph, der in Melbourne lebt, hat mich aus der Notaufnahme abgeholt und mich beherbergt bis Steph und Tyler aus Bendigo gekommen sind und mich schlussendlich „heim“ geholt haben.


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