Der Tag danach

Am nächsten Tag konnte ich es nicht mehr aushalten! Da es Sonntag war, ging es frühmorgens um 6 gings in die Notaufnahme des örtlichen Krankenhauses in Alice Springs. Dort musste ich erst einmal „einchecken“ und bekam von den Schwestern 2 kleine und 2 große weiße Pillen. Danach durfte ich auch schon meine Kreditkarte zücken und wurde aufgeklärt, dass mich eine Rechnung von 281 AUD erwartet. Wie auch immer…Reiseversicherung!

Das Warten gestaltete sich als ziemlich unterhaltsam, da in der Notaufnahme zwei riesige Flat-Screens hingen, auf denen das aktuelle Fernsehprogramm abgespielt wurde. Außerdem lagen viele Ab0rigines auf den Bänken des Krankenhauses. Kein schöner Anblick das Elend der anderen Menschen. Da kam ich mir mit meiner lächerlichen Halsentzündung direkt schlecht vor.

Nach zwei Stunden wurde ich schließlich ins Behandlungszimmer gerufen. Die Ärztin war sehr freundlich und sah sich meine Mandeln an. Sie entschied, dass ich Antibiotikum und Schmerzmittel einnehmen sollte. Gesagt getan – nach 15 mins war ich auch schon wieder draußen, ließ mir ein Taxi rufen und fuhr zurück zum Backpacker Hostel.

Ich legte mich wieder ins Bett und versuchte einfach nur zu schlafen. Gegen Mittag kamen zwei Mädels aus der Schweiz an. Ich plauschte ein wenig mit ihnen und es stellte sich raus, dass beide Krankenschwestern waren. Mit der Zeit wurde mir immer übler und ich hatte ziemliche Bauchschmerzen. Ich vermutete, dass es mit dem Antibiotikum zusammenhing und fragte die beiden nach ihrer Meinung. Die beiden sagten, dass es sehr vermutlich das Antibiotikum ist und ich nochmal ins Krankenhaus fahren sollte und mir ein Magenschutzmittel holen sollte.

Gegen Abend hin hielt ich es nicht mehr aus und gegen 18 Uhr ließ ich mir erneut ein Taxi rufen und fuhr nochmals ins Krankenhaus. Nach einer weiteren Stunde warten hörte man sich mein Problem an und eine noch viel jüngere Ärztin sah sich nochmal meine Mandeln an und sagte ich sollte das Antibiotikum absetzen, da die Mandeln eh schon abschwellen. Außerdem gab man mir ein Mittel gegen die Übelkeit mit.

Das war genug Action für einen Tag. Ich verschenkte noch mein Steak und meine Bratkartoffeln, die ich vor dem Camping Trip gekauft hatte, in der Küche an ein paar Jungs, die sich natürlich riesig freuten. Um Punkt 20 Uhr lag ich im Bett und versuchte zu schlafen.


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