Die ersten Tage in Bendigo

Soo jetzt hab ich Zeit. Sitz gerade am Flughafen in Melbourne – neeeein, nicht auf dem Weg Heim. Ich bin auf dem Weg in den Norden, was hier soviel heißt wie ins schöne Wetter. Es geht nach Cairns ans Great Barrier Reef. Der Transfer von Bendigo sowie der Flug sind gebucht. Deshalb eine kleine Review meiner ersten Tage in Bendigo.

Als ich ankam wurde ich von Stephs Familie typisch australisch begrüßt: theatralisch, aber sehr herzlich. Das Bayern Shirt war eine nette Überraschung und Nan hat sich sehr gefreut. Nachdem wir ihren Geburtstag mit einem leckeren Lunch in einem nahen Pub gefeiert haben, sind wir wieder nach Hause gefahren und ich bin erst einmal ins Bett gefallen und hatte ein (Steph nennt es Granny-Nap) Schläfchen.

Am nächsten Tag hab ich meinen Flug organisiert und bin (alleine) mit dem Bus nach Bendigo gefahren. Was ich nicht wusste, man kann nicht bar beim Fahrer bezahlen sondern braucht eine Myki Card um Bus fahren zu können. Die Maschine funktionierte beim ersten Bus nicht (also eine Fahrt for free). Nachdem ich mit tausenden Prospekten aus dem Tourist Zentrum raus bin, ging’s auf die süße Stadt-Tram und einmal durch die Stadt.

Der Heimweg gestaltete sich etwas schwieriger. Ich stieg in den Bus Route 9 ein. Und fragte nach meiner Station, währenddessen startete der Busfahrer bereits und fuhr los. Er sah mich nur fragend an und antwortete mit einem breiten australischen Slang, dass der Bus da gar nicht hinfährt. Ich war natürlich perplex und sah mich schon in Melbourne stehen, als ihm die Haltestelle davor auffiel und er meinte, dass diese Haltestelle dann wohl doch auf seiner Route liegt… Er und ich hatten dann noch eine sehr verwirrende Konversation, bei der ich bis jetzt noch nicht weiß worum es ging. Jedenfalls bin ich an meiner Station (irgendwo im nirgendwo) ausgestiegen, hab mich bedankt (wofür auch immer) und höflichste „Goodbye“ gesagt (und nicht das typische „see ya“).

Da stand ich nun mit all meiner Weisheit, weg vom Schuss. Ich bin also los marschiert, bis ich nach Strathdale kam und fragte eine junge Frau, die gerade ihr Auto einlud, ob ich denn bin, wo ich denke zu sein. Sie erklärt mir ich sei richtig und fragte mich, ob ich den eine Mitfahrgelegenheit bräuchte, da sie gerade in diese Richtung zur Arbeit muss. Kurze Überlegung: Sieht so ein Serien-Killer aus? Nö! Also fuhr sie mich fast vor die Haustür.

Am Abend waren wir mit Dale und Sam (zwei Chaoten, die ich noch vom Austausch vor 5 Jahren kannte) verabredet. Natürlich mussten wir nochmal alle deutschen Flüche und Beleidigungen durch gehen, die sie noch auf Lager hatten. Sam ist Barkeeper in der Bar und hat uns mit Drinks versorgt (ich bekam einen Cuba Libre Ersatz – Bacardi Cola mit Limette) und nach dem 3. Glas war mein Englisch flüssig wie noch nie. Da saß ich nun mit drei deutsch fluchenden Australiern und hatte Spaß ohne Ende. Nachdem wir alle einen ziemlichen Pegel hatten sind wir gegen Mitternacht aufgebrochen und mussten (dank Sams Connections nur das Essen zahlen).


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